weekly review // Schmitts Woche #2

Ein kluger Gastbeitrag auf This is Jane Wayne, der mich nachdenklich machte, ein Film, der mir gute Laune machte, Schuhe von denen ich mich verabschiedete- das gab es diese Woche bei schmittstyle!

#gelesen

Auf Instagram entdeckte ich einen Post, der mich mitten ins Herz traf. Es ging um Konsum und das was wir uns davon versprechen, immer neue Dinge zu kaufen. Ich klickte mich gleich zum ganzen Beitrag durch und fühlte mich beim Lesen zunehmend ertappt. Hier meine liebsten Auszüge und meine Gedanken dazu:

Mode ist so viel mehr als Ästhetik und Design: Es geht nicht nur darum, wie toll sich der Stoff anfühlt, wie meisterhaft er verarbeitet ist, was die rein physische, ästhetische Kombination aus Stoffen, Farben und Schnitten über alle Sinneswahrnehmungen in der Psyche auslöst. Vielmehr noch geht es um das Lebensgefühl, das man sich mit Mode anziehen kann. (…) Mit einem Hoodie sind wir homie, im Slipdress lover, in Boyfriend Jeans friend. Dank weit fallender Anzughose und umschmeichelnder Seidenbluse werden wir zur smarten, schicken Businesswoman, nach getaner Arbeit werfen wir uns dann luftig leicht ein geblümtes Sommerkleid über, um den Hippie im Herzen nicht zu verlieren. (…)“ 

Bei diesen Sätzen fühle ich mich sowas von ertappt! Ich bin eine von denen, die sich durch ihre Kleidung ausdrücken will. Nicht nur das, was ich fühle, soll durch meine Klamotten transportiert werden, sondern auch das, was ich bin (bzw. sein oder auf keinen Fall sein will)!

„Die kulturell geteilten und medial vermittelten Codes, die in Kleidungsstücken und schönen Designobjekten für uns greifbar werden, helfen uns dabei, unser Selbst zu erweitern, unsere Identität zu konstruieren und damit zu spielen. (…)“

Touché. Ich ordne mich selbst den Schöngeistern und vintage-Liebhabern zu, und es ist mir nicht unwichtig, dass man mir das ansieht und mich auch von außen diesem Lager zuordnet. Einfach in ein x-beliebiges Geschäft tappen und „irgendwas“ kaufen (egal ob Suppenkelle oder Jeans) kommt für mich nicht infrage, es muss immer ein Ausdruck meiner Selbst sein.

„Das Tempo, mit dem wir immer neuen schönen Trends und neuen Objekten der Begierde hinterherhetzen, bestimmt, wie oberflächlich dieses Spiel der kulturellen Codes und verschiedenen Rollen bleibt. Wenn wir von einem konsumierbarem Lebensgefühl zum nächsten jagen, und immer weiter in neuen schönen Dingen nach der Frau suchen, die wir sein wollen, bleiben wir immer in einer passiven Konsumentenhaltung. Dadurch können wir die Wünsche und Sehnsüchte, die uns dazu antreiben, immer wieder neue Dinge zu kaufen, nie erfüllen und unsere Facetten, denen wir durch Besitz Ausdruck verleihen wollen, nie ausleben. (…)

Irgendwann rutscht man dann immer tiefer in die Hyperkonsum-Falle und ist nicht mehr die facettenreiche Frau, die alle ihre Seiten auslebt, sondern nur noch die Frau, die nach schöner Verkleidung hetzt und dabei Ressourcen verbrennt, als gäbe es kein Morgen mehr.“

Touché, touché, touché! kann ich da nur seufzend rufen. Ich laufe zwar keinen Trends nach und kaufe so gut wie nichts neu, aber ich habe schon das Gefühl, dass ich manche Sehnsüchte durch den Kauf bestimmter Dinge stille. Dass die in 90% der Fälle secondhand sind, spricht mich zumindest vom Ressourcen verschwenden frei, aber auch nachhhaltiger Konsum ist Konsum und lenkt ab. Sehr nachdenklich hat mich das gestimmt. Ich habe euch den Artrikel gleich mal hier verlinkt, absolut lesenswert!

#geschaut

Aussagen, die von der BILD verbreitet werden, sollte man besser erstmal  NICHT glauben. Ausnahme: die Beurteilung des Films „Radio Rock Revolution“. Über den schrieb die BILD nämlich: „Dieser Film macht gute Laune!“ und das ist ausnahmsweise mal nichts auf die Wahrheit! Es macht wirklich verdammt viel Spaß, 8 ausgeflippten DJs, Käpt`n und Crew dabei zuzusehen, wie sie von einem Schiff in der Nordsee aus das britische Festland als Piratensender 24 Stunden am Tag mit Pop- und Rockmusik versorgen. Ebenfalls an Bord: Sahneschnittchen Tom Sturridge als Carl, der an Bord seinen Vater findet, seine Unschuld verliert und als Trauzeuge bei einer der kürzesten Ehen der Filmgschichte fungiert. Neben Story, Schauspielern (Rhys Ifans, Philip Seymour Hoffmann, Bill Nighy) und  Kostümen (Mustermix, Samt, Paisley, Blumen!) ist es vor allem der großartige Soundtrack, der diesen Film zu einem wahren Lichtblick im trüben Herbst macht. Bestes Lied: „Elenore“ von den Turtles. Ich liebe es!!!

#newin

Diesen Herbst sind Leder-Trenchcoats schwer angesagt und tatsächlich liebäugelte ich schon länger damit, mir einen zuzulegen. Der Haken: Leder ist teuer! Darum klickte ich mich emsig durch ebay, wo ich prompt einen wundervollen Ledertrench fand. Er passt perfekt und hat eine wunderschöne Patina- hallo neuer Lieblingsmantel!

#gemacht

Ihr kennt das vielleicht- man kauft Schuhe, die einen Tick zu klein sind, weil sie sich eventuell ja noch weiten. Bloß: das tun die Dinger in den seltensten Fällen und wenn dann um weniger als eine halbe Größe! Als unverbesserliche Optimistin habe ich daher einige Schuhe, die noch so gut wie neu und mir eine halbe Nummer zu klein sind. Die habe ich nun endlich abfotografiert und bei Kleiderkreisel online gestellt- schaut gern vorbei, zu meinem Katalog geht es hier entlang!

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

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